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Tom Clancy's Ghost Recon

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Tom Clancy's Ghost Recon
GRboxCover.jpg
Entwickler Red Storm Entertainment
Publisher Ubisoft
Veröffentlichung 22. November 2001 (PC)
6. Dezember 2002 (Xbox)
4. Oktober 2003 (Gamecube)
Desert Siege:
28.März 2002
Island Thunder:
7. November 2002 (PC)
4. September 2003 (Xbox)
Jungle Storm:
4. März 2004
Genre Echtzeit-Strategie (PS3, X360, PC)
Rundenbasierte Strategie (NDS, PSP)
Spielmodi Einzelspieler und Mehrspieler
Plattform(en) PC (Windows), Macintosh (Mac OS, Mac OS X), PlayStation 2, Xbox, Gamecube
Alterseinstufung USK 16

Tom Clancy’s Ghost Recon ist das erste Spiel der Ghost Recon-Reihe, das für den PC, den Mac, die Xbox, die PS2 und dem Gamecube im erschienen ist. Wobei die erste Version im November 2001 für den PC herausgebracht wurde. Entwickelt wurde das Spiel von Red Storm Entertainment. Enthalten sind viele Elemente aus der älteren und vergleichbaren Rainbow Six-Reihe, dennoch galt Tom Clancy’s Ghost Recon von Anfang an nicht als Nachfolger, sondern als ein ganz neues Spiel. So wurde z.B. mehr Wert auf Action gelegt, was schon an der fehlenden Einsatzplanung vor einer Mission zu erkennen ist, wie sie bei Rainbow Six-Reihe in den meisten Spielen üblich ist.

Spielprinzip Bearbeiten

Da Tom Clancy’s Ghost Recon ein Taktik-Shooter ist, wird die Spielfigur wie in jedem anderen Shooter aus der First-person Ansicht gesteuert. Vor einer Mission wird vom Spieler sein Team zusammengestellt, wobei auch die Möglichkeit einer automatischen Zuweisung besteht. Dabei sind die Teams in drei Teilteams; Alpha, Bravo, Charlie (Team Charlie ist in der PS2- und Xbox-Version nicht enthalten); eingeteilt. In ein Teilteam passen maximal drei Personen, wobei zu beachten ist, dass man nicht mehr als sechs Personen auf eine Mission mitnehmen kann.

Die Spielcharaktere sind in 2 Züge (Platoons) unterteilt: Standard-Soldaten und Spezialisten. 12 der Ersteren stehen bei Beginn der Kampagne zur Verfügung, die 12 Spezialisten lassen sich durch die Erfüllung von optionalen Zielen (z.B. der Abschluss einer Mission ohne eigene Verluste) in den Missionen freischalten. Für jede abgeschlossene Mission erhalten die teilnehmenden Soldaten je einen Talentpunkt, mit dem die Zielgenauigkeit, Tarnung, Ausdauer und Führungsqualität verbessert werden können. Die Soldaten beider Züge sind in 4 Klassen unterteilt:

1. Schütze: Der Schütze stellt den Standardsoldaten und damit das Rückgrat des Teams dar. Üblicherweise ist er mit einem Sturmgewehr bewaffnet, wobei auch ein Granatwerfer mitgeführt werden kann.

2. MG-Schütze: Der MG-Schütze ist auf den Einsatz schwerer Waffen spezialisiert und mit einem leichten Maschinengewehr bewaffnet.

3. Scharfschütze: Der Scharfschütze ist auf den Kampf über große Entfernungen spezialisiert und mit einem Scharfschützengewehr mit Zielfernrohr ausgerüstet. Zudem trägt er einen „Ghillie“-Anzug, der eine perfekte Tarnung ermöglicht.

4. Sprengstoffexperte: Der Sprengmeister ist für das Anbringen von Sprengladungen zuständig, zudem kann er mit einem Panzerabwehr-Raketenwerfer ausgerüstet werden. Seine Hauptwaffe ist ein Karabiner, wodurch er besser für den Nahkampf geeignet ist als der Schütze.

Spezialisten: Die freischaltbaren Spezialisten sind nicht nur besser ausgebildet als die Standard-Soldaten, sie verfügen auch über bessere Waffen, beispielsweise das experimentelle XM-29-OICW-Sturmgewehr. Zudem gibt es auch Spezialisten aus mit den USA verbündeten NATO-Staaten, z.B. britische SAS-Soldaten und deutsche Fallschirmjäger, die das Waffenangebot noch erweitern.

Eine Mission besteht aus einer ausgedehnten, frei begehbaren Karte. Je nach Spielmodus muss man gegebene Aufgaben auf dieser Karte erledigen (Kampagne/Mission), alle Gegner töten (Gefecht) oder sich von einem Punkt zum anderen Punkt durchkämpfen (Aufklärung). Man führt mit seinem Team Missionen zu Fuß durch, vereinzelt erhält man jedoch auch Hilfestellung von Panzertruppen, Hubschraubern und unterstützenden Luftangriffen.

Im laufenden Spiel besitzt der Spieler eine gewisse Kontrollmöglichkeit über die Mitstreiter mit Hilfe einer Einsatzkarte (oder Tastaturbefehlen) und beeinflusst so die Regeln für den Kampfeinsatz, d.h. man kann bestimmen, wohin und wie sich die Einheiten bewegen und im Kampf verhalten sollen (vorsichtig bis aggressiv). Zudem hat man natürlich die Möglichkeit jedes Team-Mitglied selbst zu Steuern, was zumeist auch notwendig ist um die Missionen erfolgreich zu meistern - aber auch das Delegieren bestimmter Aufgaben an die KI ist manchmal notwendig, was den Taktik-Charakter des Spiels unterstreicht.

Waffenarsenal Bearbeiten

Ghost Recon verfügt über ein Arsenal an modernsten Infanteriewaffen und High-Tech Ausrüstung:

Pistolen: M9, M9 mit Schalldämpfer, M1911

Maschinenpistolen: MP5A4, MP5SD5

Gewehre: M16A4, M4A1, L85A1, HK XM29, AK47, AK74, AKS-74U

Maschinengewehre: M249, MG3, RPK74

Scharfschützengewehre: M24, L96A1, M82A1, Dragunow-Scharfschützengewehr

Ausrüstung: Granatwerfer, Handgranaten, Claymore-Minen, Sprengsätze, AT4, Sensoren, Reservemagazine

Stationäre Waffen: M2HB .50 MG , Kord 12,7mm MG

Kampagne Bearbeiten

Der erste Teil spielt im Jahre 2008 auf dem Gebiet in den Staaten der ehemaligen UdSSR. Radikale Ultra-Nationalisten haben an Einfluss in Moskau gewonnen und versuchen das zerfallene russische Imperium neu aufzubauen. Nacheinander fallen die Ukraine, Weißrussland und Kasachstan in die alten Strukturen zurück, die russischen Panzer stehen bereit um weiter Richtung Osten und Süden vorzurücken. Nachdem die westliche Welt nicht reagiert, werden die Ghosts entsandt, um im Geheimen gegen die Russische Bedrohung anzukämpfen und einzudämmen.

Die 15 Missionen umfassende Kampagne lässt sich in 3 Teilkampagnen unterteilen:

KaukasusBearbeiten

Zu Beginn der Kampagne unterstützt das Ghost-Team die UN-Blauhelmtruppen in Georgien beim Kampf gegen pro-russische Rebellen in der autonomen Region Südossetien. Die ultra-nationalistische Regierung in Moskau nutzt die vermeintliche Provokation aus und lässt ihre Truppen in Georgien einmarschieren. Angesichts der russischen Übermacht müssen sich die UN-Truppen und damit auch die Ghosts zurückziehen.

Dieser Teil der Kampagne umfasst die Missionen 1 bis 5. Die Aufgaben reichen von der Aushebung eines Rebellenlagers über die Rettung zweier abgeschossener F/A-18 Piloten bis hin zur Evakuierung der georgischen Hauptstadt Tiflis.

BaltikumBearbeiten

Nach Abschluss der Georgien-Kampagne werden die Ghosts ins ebenfalls von den Russen besetzte Baltikum entsandt um dort die Invasion der US-geführten Streitkräfte mit vorzubereiten.

Der zweite Teil der Kampagne umfasst die Missionen 6 bis 10. Zunächst operieren die Ghosts hinter feindlichen Linien, um an wichtige Informationen zu kommen oder eine Brücke zu sprengen. Nach der Invasion unterstützen die Ghosts die US-geführten Streitkräfte, um die Russen wieder aus dem Baltikum zu verdrängen und die völlig zerstörte litauische Hauptstadt Wilna zurückzuerobern.

RusslandBearbeiten

Nach dem Sieg über die Russen in Litauen werden die Ghosts zu einer Reihe verdeckter Operationen nach Russland geschickt, um die Ultranationalisten weiter zu schwächen und den ausgebrochenen Bürgerkrieg baldmöglichst zu beenden.

Der letzte Teil der Kampagne beginnt mit einer Reihe von nächtlichen Überfällen auf von den Ultranationalisten gehaltene Militärbasen in Russland, darunter ein U-Boot-Stützpunkt in Murmansk und ein Flughafen in Archangelsk. Zum finalen Showdown kommt es schließlich in Moskau, wo die Ghosts den Roten Platz von den Ultranationalisten zurückerobern.

Add-Ons Bearbeiten

Es erschienen insgesamt drei Add-Ons für Ghost Recon. Das Erste, Ghost Recon: Desert Siege, erschienen 2001 ausschließlich für den PC. Es enthält eine neue Kampagne mit 8 Missionen, neue Multiplayer Karten, neue Waffen und weiteren Extras.

2002 erschien mit Ghost Recon: Island Thunder das zweite Add-On. Es wurde für PC und Xbox veröffentlicht, und enthält, ebenso wie das erste Add-On eine neue Kampagne mit 8 Missionen, neue Karten und Waffen. Die Xbox-Version, die als eigenständiges Spiel verkauft wurde, beinhaltet zusätzlich einige Multiplayerkarten des Desert Siege Add-Ons.

Als drittes Add-On erschien 2004 Ghost Recon: Jungle Storm. Es wurde für PS2 und N-Gage als eigenständiges Spiel verkauft und enthält neben der Island Thunder-Kampagne 8 weitere Missionen und neue Multiplayerkarten.

Desert Siege Bearbeiten

→ Siehe Hauptartikel Tom Clancy's Ghost Recon: Desert Siege

Im Jahr 2009 werden die Ghosts nach Eritrea geschickt, welches vom einem äthiopischen Warlord Tesfaye Wolde angegriffen wird. Ausgerüstet mit russischen Waffen zwingt Wolde die eritreischen Streitkräfte zu einem eiligen Rückzug und behindert so die Schifffahrt auf dem Roten Meer. Daraufhin erbittet die Regierung Eritreas die Hilfe der Staatengemeinschaft, woraufhin eine internationale Koalition gebildet wird. Die Ghosts werden dabei als Speerspitze eingesetzt und sollen die multinationalen Streitkräfte dabei unterstützen, die Invasionstruppen zurückzuschlagen.

Neben 8 neuen Missionen beinhaltet Desert Siege einige neue Multiplayerkarten und Waffen (9A91, AN-94, PP-19 Bizon, FN FAL, OTS-14 Groza, M60 Maschinengewehr, Barret M98, PKM, PSG1 und RPG-7).

Island Thunder Bearbeiten

→ Siehe Hauptartikel Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder

Im Jahr 2010, nach Fidel Castros fiktivem Tod 2006 stehen die ersten freien Wahlen in Kuba an. Eine radikale Rebellengruppe versucht jedoch, diese zu sabotieren. Die Ghosts operieren als ein Teil der UN-Blauhelme um einen geregelten Ablauf der Wahlen zu sichern und die Rebellengruppe zu zerschlagen.

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